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Heilpflanzen bei Erkältungskrankheiten

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Herbstzeit ist Grippezeit

happy child girl with an umbrella and rubber boots in puddle on an autumn walk

Herbstzeit ist Grippezeit und mit dem Herbst startet auch die Grippe-Saison! Zeit das Immunsystem zu stärken, denn es kommt auf die eigenen Abwehrkräfte an! Ob Erkältungs- und Grippe-Viren einem krank machen können, hängt von den eigenen Abwehrkräften ab.

Die Symptome erkennen

Die Symptome einer Grippe und eines grippalen Infekts sind zunächst relativ ähnlich und unterscheiden sich in erster Linie darin, dass eine echte Grippe sehr plötzlich und dementsprechend heftig beginnt. Erste, häufige Anzeichen, die auf eine Erkrankung hinweisen sind Halskratzen und Schluckbeschwerden, Müdigkeit und eine laufende Nase. Schon wenig später kann es zu Kopf- und Gliederschmerzen, Schüttelfrost, Fieber, Ohrenschmerzen und einem weissen Belag auf der Zunge kommen. Wer schon nach kurzer Zeit an starken Schmerzen leidet und es zusätzlich zu einem Magen – Darm Infekt kommt, kann sich beinahe sicher sein, dass es sich um eine Influenza handelt. 

Abwehrkräfte werden geschwächt durch:

Ein schwaches Immun­system kann verschiedene Ursachen haben, zum Beispiel Grund­erkrankungen, aber auch eine ungesunde Lebens­weise beeinträchtigen seine Leistungs­fähigkeit. Dazu zählen häufiger bzw. regel­mässiger Konsum von Alkohol und Nikotin, (dauer­hafter) Stress sowie Bewegungs- und Schlafmangel. Ein entscheidender Aspekt für die Abwehr ist ausserdem die Ernährung, denn gut arbeitende Zellen wollen auch gut versorgt sein.

Weitere Punkte: Mangel an Nährstoffen (Vitamine, Mineralien) – ungenügendes Training (Abhärtung) – Störungen im Immunsystem – andere Erkrankungen – zunehmendes Alter – trockene Heizungsluft – Stress

Was können Sie selbst tun?

Insbesondere in der Erkältungszeit ist es enorm wichtig, das Immunsystem zu aktivieren, zu stärken und zu unterstützen. Es gibt allein mehr als 200 Viren, die eine Erkältung hervorrufen können. Bekannte Vertreter sind Rhinoviren, Adenoviren, Influenza- oder Grippeviren und Coronaviren. Typische Symptome viraler Infekte der Atemwege sind Halsschmerzen, Husten und Schnupfen.

Was kann helfen: bewegen Sie sich viel an der frischen Luft – sorgen Sie für warme Füsse (ansteigende Fussbäder) – kleiden Sie sich der Witterung entsprechend – meiden Sie überheizte Räume – härten Sie sich ab (Warm-Kalt-Duschen, Sauna) – sorgen Sie für eine gesunde Darmflora – ernähren Sie sich reich an Vitaminen und Mineralstoffen

Vitamin C

Ein Infekt kann auch ein akuter Vitamin-C Mangel in den Abwehrzellen sein. Unser Immunsystem hat verschiedene Waffen gegen Krankheitserreger. Die Bildung von „Freien Radikalen“ ist eine besonders effektive Waffe. Freie Radikale sind sehr aggressiv und vernichten Eindringlinge. Das Problem dabei ist, dass freie Radikale auch für die Abwehrzellen selbst schädlich sind und so müssen sich Abwehrzellen vor diesen Radikalen schützen.

Vitamin C ist solch ein Zell-Schutz

Zu Beginn einer Virusinfektion verbrauchen gerade die Abwehrzellen sehr viel Vitamin C. Die Vorräte schrumpfen, ein Vitamin-C Mangel kann entstehen. Deshalb ist es von Vorteil ein Vitamin C Präparat ab Anfang einer Erkältung oder Grippe einzunehmen.

Was kann man tun bei Beginn einer Erkältung

Vitamine und Mineralstoffe (Vitamin C, Vitamin D, Selen und Zink), Superfoods (Aroniabeeren, Cranberry), Heisse, schweissreibende Erkältungstees mit Holunder-, Lindenblüten und Ingwer oder auch eine heisse Gemüsebrühe oder Hühnersuppe trinken. Ein Ansteigendes Fussbad z.B. mit Lindenblüten und/oder Thymian ist immer sehr hilfreich. Inhalieren mit Lindenblüten- oder Kamillentee. Wadenwickel sind immer sehr unterstützend bei hohem Fieber.

Folgende ätherische Öle können unterstützend helfen

Cajeput (Melaleuca cajeputi): Atemweg-Öl. Diese Pflanze wird auch eine antiseptische, antibakterielle und antivirale Wirkung nachgesagt. Somit kann das Öl gerade auch in der Erklärungszeit unterstützend eingesetzt werden, um die Widerstandskraft zu mobilisieren.

Eukalyptus Radiata (Eukalyptus radiata): Schniefnase-Öl. Das Öl ist eine der mildesten Eukalyptus-Sorten und daher für Kinder bereits ab 3 Jahren geeignet. Es wird geschätzt als mildes Winteröl, da es die Abwehrkraft unterstützt und für eine freie Atmung sorgt.

Grapefruit (Citrus paradisi): Freude-Öl. Dieses Öl hilft bei Niedergeschlagenheit, gegen negative Gedanken und getrübte Stimmung. Es vermittelt Leichtigkeit, Lebenslust und Vitalität. Grapefruit schafft es, die Lebensgeister zu wecken.

Manuka (Leptospermum scoparium): Rundumschutz-Öl. Stärkt die Lebenskraft und hilft bei Ermüdungs- und Erschöpfungszuständen. Manuka stabilisiert das Nervenkostüm und schützt den Körper vor Stress.

Niaouli (Melaleucea viridiflora): Winterblues-Öl. Niaouli fördert das Selbstbewusstsein und schenkt Schutz und Kraft für sensible Menschen und ist zudem ein idealer Luftreiniger.

Oregano (Origanum vulgare): Abwehrkraft-Öl. Stärkt die Abwehrkraft und schenkt mehr Widerstandskraft an kalten Tagen.

Pfefferminze (Mentha piperita): Kopfwohl-Öl. Wirkt lösend, wenn die Gedanken sich im Kreis bewegen. Bei Wetterfühligkeit dient sie zur Erfrischung. Sie gibt neue Energie und fördert die Konzentration.

Ravintsara (Cinnamomum Champhora): Abwehrstark-Öl. Während der kalten Jahreszeit lässt es tiefer durchatmen. Es reinigt und erfrischt die Raumluft.

Dosierung und Verdünnung

Kinder 1-3 Jahre: 10 ml Trägeröl und 1 Tr. Ätherisches Öl, Kinder 3-6 Jahre: 10 ml Trägeröl und 2 Tr. Ätherisches Öl, Kinder 6-12 Jahre: 10 ml Trägeröl und 3 Tr. Ätherisches Öl, Kinder 12-16: 10 ml Trägeröl und 4 Tr. Ätherisches Öl, Erwachsene: 10 ml Trägeröl und 6 Tr. Ätherisches Öl.

Sichere Verwendung ätherischer Öle

Bewahre die Öle ausserhalb der Reichweite von Kindern auf. Bei Kindern auf die Dosierung achten. Auch während der Schwangerschaft und in der Stillzeit empfiehlt sich die Verwendung nicht (ausser wenn die Öle von einem Experten verschrieben werden). Verwende die Öle nicht pur auf der Haut, denn dies könnte Hautreizungen verursachen. Vermeiden Sie den Kontakt mit den Schleimhäuten und den Augen. Sollte ein ätherisches Öl trotzdem aus Versehen in das Auge gelangen, wasche es mithilfe eines Pflanzenöls aus.

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